Werte leben - Zukunft gestalten

Werte leben - Zukunft gestalten

 Werte Kongressteilnehmer,

 Nun in der zweiten Hälfte dieses Kongresses angekommen, haben wir ein ganz motivierendes Tagesmotto: Ihre Herzen haben Feuer gefangen. Menschen die Feuer gefangen haben, bewegen viel gestalten und beeinflussen die Zukunft.

Wir haben vor kurzer Zeit das Musical „Ich war noch niemals in New York“ gesehen und dabei gab es auch zwei Menschen, die Feuer gefangen haben.  Es ist eine Geschichte von zwei Pensionisten im Altersheim, die sich näher kommen in ihrer tristen Lebenssituation. Es fehlt ihnen die  Freiheit und das Geld etwas zu unternehmen, und ihre Familien kümmern sich auch nicht mehr um sie.  So reift der Entschluss das Leben nicht aufzugeben sondern zu flüchten um einen Lebenstraum zu erfüllen. - NY zu besuchen. Ihre Herzen haben Feuer gefangen von einer Idee, und trotz  aller Hindernisse haben sie diesen Weg gesucht und erreicht. Wenn das Herz brennt, dann ist jeder Weg machbar.

 

Das heute gestellte Thema, Werte leben – Zukunft gestalten, ist höchst aktuell in der Gesellschaft, und nicht nur dort, auch Kirche und Politik möchten Werte transportieren, die nachhaltige Weiterentwicklung und damit einen gewissen Erfolg garantieren.

Vor wenigen Wochen wurde bei uns in Österreich der bestehende Bundespräsident wieder gewählt, und dieser hat den Wahlspruch

 „ Unser Handeln braucht Werte“ gewählt. Es blieb nicht aus, dass auch die Gegenkandidaten ihren Einsatz für ihre Werte in die Diskussion einbrachten.

Mit Werten lässt sich also doch etwas gewinnen.

Wahre Werte sind gefragt.

 

1.    Ein weiterer Blick in die Zeit

Ich arbeite in einem amerikanischen Konzern, der an der US Börse notiert, und dort ist es seit einigen Jahren Mode geworden, den Mitarbeitern jährlich Werte - und Ethikschulungen zukommen zu lassen.

Vital Values als Successfaktor.

Nicht nur das, bei uns muss jeder Mitarbeiter seine Schulungsteilnahme

bestätigen und sein Einverständnis für die Inhalte schriftlich bekunden.

Nach all den Skandalen und Krisen in der Wirtschaft versucht man mit dieser Selbstverpflichtung den Kunden und Geschäftspartnern Sicherheit zu schenken, damit man wieder das Vertrauen für zukünftige Geschäfte erlangt. Die globalen Wirtschaftsspielregelen werden in den letzten Jahren ganz stark durch Compliance Regelungen auch gesetzlich verankert.

In der Wirtschaft versucht man also auch sich durch wahre Werte weiter zu entwickeln.

 

Ein weiterer Blick in die Zeit zu den Familien

 - Wenn wir als Schönstatt Familien auf die eigenen Zielsetzungen in der Erziehung bei unseren Kindern zurückblicken, dann waren es auch immer die höchsten Werte, die uns bewegt und angespornt haben. Wollen wir doch das Wichtigste unseren Kindern mit auf den Weg geben. Ob sie diese Ziele je erreichen, sei dahin gestellt, aber sie sollten in jedem Fall wissen, welches die edelsten und größten Werte  sind, die uns am Herzen liegen. Das wird uns aber nicht leicht gemacht, da viele Schein - Werte vorherrschen, die sich in den letzten Jahren ganz stark entwickelt haben. Sie stehen großteils dem christlichen Familienleben entgegen. Wellness, Fitness und ein ganz starker Drang zur Selbstbestimmung sind den Menschen so wichtig geworden, als wäre es das Wichtigste im Leben. Wie heißt es so im Sprachgebrauch:

„ Ich möchte auf die eigene Rechnung kommen.“ Genießen wollen scheint das höchste Lebensziel zu werden.

Man hört es gleichsam heraus, welche Antriebskräfte sich da dahinter verbergen – Der Egoismus. Die Ich - Zentriertheit bringt einem weg von den edlen Werten. Wer echte Werte lebt, nimmt das eigene Ich zurück.

 

Die Werte – Inflation scheint unaufhaltsam fortzuschreiten. Sie hat schon mit Nietzsche begonnen, als er vom Ende des Guten sprach. Viele Verantwortungsträger kommen aber mehr und mehr zur Überzeugung, dass hohe Werte für eine weitere Entwicklung der Gesellschaft von hoher Bedeutung sind. Unser soziales Zusammenleben erfordert eine Werte – Zustimmung.  Erklärung ?

 

Wie geht es uns, wenn wir einem Menschen begegnen, dem es am wichtigsten ist, in allen Lebenslagen selbst das Beste herauszuholen. Oder wie geht es uns andererseits, wenn wir einem Menschen begegnen, dem wir wichtig sind, der sich für uns interessiert, der auf uns eingeht?

In der ersten Begegnung hören wir einfach zu, wie toll sein oder ihr Leben abläuft, weil er sich, oder sie sich, jeder neuen Modeerscheinung hingibt und einfach alles in, toll und berauschend ist.

In der zweiten Begegnung kommt es zu einem Dialog, weil wir einander  mit vollem Interesse begegnen. Mein Denken und Empfinden landet gleichsam im Kopf und im Herzen des anderen.

Es ist leicht zu erraten welches Gespräch – wert-voller – ist.

2.    Und für welche Werte leben wir?

Es wäre fast angebracht, nun kurz zu unterbrechen, damit wir die Gelegenheit haben, uns auszutauschen. Wofür leben wir, worin erleben unsere Mitmenschen unsere Begeisterung?
Eines der primärsten Anliegen ist für uns der Wert des Lebens überhaupt, 
von Anfang bis zum Ende - der Schutz und die Förderung des Lebens. Wir leben ganz stark dafür, dass unsere Kinder, Enkelkinder, Mitarbeiter und Freunde, überhaupt alle Menschen, mit denen wir verbunden sind, ein erfülltes Leben haben.

Unser Dienst am Leben hat eine Perspektive – dadurch gestalten wir Zukunft.

 

Zum Wert des Lebens ein kleines Beispiel: Voriges Jahr erwartete eine junge Familie ihr drittes Kind. Bei einer der pränatalen Voruntersuchungen wurde eine verdickte Nackenfaltenbildung diagnostiziert, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf eine Behinderung hindeuten kann.

Das Paar durchlebte eine turbulente und sorgenvolle Zeit, in der die Ärzte auch keine wirkliche Hilfe waren.  In unserer leistungsorientierten Gesellschaft ist behindertes Leben oft weniger wert, und deshalb wird mit allen Mitteln versucht etwaige Abweichungen von gesundem Leben festzustellen, was aber letztlich in vielen Fällen zur Abtreibung führt.     Nach einigen leidvollen Tagen entscheidet sich das Paar letztlich für das Kind, egal ob gesund oder behindert. Ab diesem Zeitpunkt der Entscheidung, war die Belastung für die jungen Eltern nicht mehr so schwer. Der Wert des Lebens stand für sie im Vordergrund.

Sie können sich vorstellen welche Kraft und Ausstrahlung von diesem Paar ausgeht. Wenn wir Werte leben, können wir auch für andere Orientierung sein und Zukunftshoffnung ausstrahlen.

 

Ein anderes Beispiel möchten wir von einer Familienrunde berichten, die sich mit dem Wert der Hl. Messe auseinander gesetzt hat. Die Familien haben sich lange und intensiv mit der Hl. Messe beschäftigt, und alle Elemente der Messe für sich neu erobert. Es war so begeisternd und ansteckend wie sie erzählt haben, dass sie z.B. bei der Opferung Ihre Anliegen bildlich auf den Altar legen. Sie bringen  alle ihre Sorgen, ihre Freuden der ganzen Woche mit und  legen sie gleichsam auf den Altar. Dadurch erlangt die Opferung für sie eine ganz spezielle Bedeutung. Auch die anderen Elemente der Hl. Messe werden durch dieses Erarbeiten persönlicher mit vollzogen.  So z.B. auch die Wandlung, die Aussendung und der Segen. So wird das Gewohnte zu etwas Besonderem.  Die Hl. Messe wird zur Lebensmesse.

Für welche Werte leben wir? Haben unsere Herzen Feuer gefangen und erkennt man das an uns?

 

Wir sind überzeugt, dass man es nach außen erkennt, für welchen Wert man lebt. Man muss nicht unbedingt darüber sprechen, aber es leben.

Wenn ich z.B. in unserer Firma Talente auflisten würde, und alle Mitarbeiter den Talenten Namen zuordnen dürften, dann wüsste ich einen Großteil der Ergebnisse. Z.B. Wer ist der Kreativste, der Humorvollste, Spontanste, Ausdauerndste etc. oder wer würde am ehesten als Vater bezeichnet werden? Ich glaube zu wissen, dass jener Kollege die meisten Zuordnungen als Vater erhalten würde, der über 20 Jahre unzählige Kollegen ausgebildet hat. Meine Talente verraten etwas über meine Werte.

 

3.    Wozu brauchen wir heute Werte?

Sind sie uns Orientierung oder Belastung?

Schränken sie uns ein oder bereichern sie uns?

 

Der moderne Mensch sagt: „Bindungen machen unfrei, Bindungen behindern meine Flexibilität!“ Aber das stimmt nicht: Der Mensch braucht Bindungen, denn sie geben ihm Halt und Orientierung.

 

Unsere pluralistische Gesellschaft ist angeblich für alles offen, sie wertet nicht, ist anscheinend wertfrei  - ist sie vielleicht wertelos? – wertlos?

 

Jedes Verhalten setzt eine gewisse Werthaltung voraus, Das ist meine Einstellung, wie ich das Leben betrachte.

Deshalb ist es gar nicht möglich, dass man wertfrei  ist, denn jeder Mensch hat ein Verhalten, ob man will oder nicht, Und diesem Verhalten liegt eine Werthaltung zugrunde.

 

Viele Jugendliche und auch Erwachsene sind orientierungslos und suchen nach Halt.

Der österr. Bischof Reinhold Stecher schreibt in seinem Buch „ Botschaft der Berge“:

Unsere Gesellschaft ist nicht eine Felsenlandschaft der festen Überzeugungen und gültigen Wahrheiten, sondern eher ein Gelände mit wechselnden  Wanderdünen, die sich heute da, morgen dort erheben, wo gerade der Wind des Zeitgeists weht.

 

Wir Menschen haben das Bedürfnis nach dauerhaften Werten, nach diesen feststehenden Felsen, denn diese geben uns Halt und Orientierung. Menschen, die aus ihren Werten und Überzeugungen leben, stellen solche Felsen in der Brandung dar.

Richtet man sich nach den  wandernden Dünen, dann hemmt dies das persönliche Wachstum und man bleibt orientierungslos.

  

Unsere Werte sind auch wie ein Navigationsgerät. Sie helfen uns den Weg zu zeigen und unser Lebensziel nicht aus den Augen zu verlieren. Sie leiten uns und ordnen unser Leben. Sie sind Stütze und können in vielen verschiedenen Situationen des Lebens Entscheidungshilfen sein.

 

 

4.    Bindungen

Wir haben in diesen Tagen schon einiges gehört von Pater Kentenich, warum ihm das bewusste Erleben und Pflegen der menschlichen Bindungen so wichtig wurde. Für die Verwirklichung des Neuen Menschen und der Neuen Gemeinschaft ist es von immanenter Bedeutung sich mit den Bindungen auseinanderzusetzen. Das Werden, Wachsen und Vollenden hängt stark von dem Bindungsorganismus ab, in dem ein Mensch aufwächst.

Neben den personalen und lokalen Bindungen, von denen wir bereits gehört haben, wollen wir den Bogen weiter spannen und heute die ideenmäßigen Bindungen in den Blick nehmen.

Ideenmäßige Bindung oder ideenhafte Gebundenheit meint das Festhalten an Idealen. Dabei ist es aber P. Kentenich ganz wichtig, dass volle Freiheit gewahrt wird. Er möchte durch die Bindungspädagogik den Menschen helfen, ganz frei ein Ja zu sagen zu den dauerhaften edlen Werten. Dies gilt sowohl für natürliche als auch für übernatürliche Bindungen.

 

Wenn wir also Vater oder Mutter sind, dann müssen wir gebunden und ineinander beheimatet sein, aber auch gebunden an Ideen und Ideale. Das gibt unseren Kindern, Freunden und Kollegen Orientierung und Perspektiven. Wenn die Personen in unserem Umfeld durch die Belastungen des Lebens nicht mehr weiter wissen, dann ist die Orientierung an einer stark ideenhaft gebundenen Person von großer Bedeutung. Sie erkennen durch diese Person, - es lohnt sich für etwas zu leben.
Das weckt nicht nur Kraft sondern auch Kreativität. Damit gestalten wir Zukunft.

 

B:

 

 

 

 

 

 

Gottes Idee von Ehe und Familie basiert auch auf der Annahme der Seinsordnung. Das bedeutet für uns – wenn wir Kinder haben – wirklich Vater und Mutter zu sein. P. Kentenich spricht z.B. davon, dass die Hauptaufgabe des Vaters dann beginnt, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt und dann ganz für die Kinder da ist.

Wir nehmen uns Zeit für unsere Kinder. Das Hauptfeld unseres Apostolates ist die Familie. Familie ist unser Hauptberuf.

Die innigste natürliche Bindung die es gibt, ist die zwischen einer Mutter und ihrem neugeborenen Kind. Deswegen ist es von großem Wert für das Kind, wenn sich die Mutter Zeit nimmt und voll für das Kind da ist.

 

Als wir geheiratet haben, ist uns der Wert der Mutter bei den Schönstatt Tagungen als ein ganz positiver vermittelt worden. Das hat mir damals geholfen und mich bestärkt aus Überzeugung bei unseren Kindern zu Hause zu bleiben.

Heute merken wir verstärkt, dass es Frauen schon sehr bald wieder in den Beruf drängt, obwohl die Kinder noch ganz klein sind.

Wenn es uns gelingt, jungen Familien diesen Wert der Mutter wieder positiv näher zu bringen, sie zu überzeugen wie wichtig diese Mutter-Kind-Bindung in den ersten Lebensjahren ist, schaffen wir wieder einen Beitrag für eine gesündere Basis in unserer Gesellschaft.

 

Denn trotz vieler in den Medien verbreiteter Meldungen, dass Kinder schon sehr früh fremd betreut gehörten, damit sie optimal gefördert werden, sind wir anderer Ansicht.

Das Kind erlebt bei der Mutter Geborgenheit und Urvertrauen, ganz wichtige Voraussetzungen für sein späteres Leben. Die Mutter ist von der Seinsordnung darauf ausgerichtet die erste Zeit bei ihrem Kind zu bleiben, und wir möchten diesen Wert jungen Müttern heute wieder weitergeben, auch wenn die Gesellschaft uns dabei nicht sehr hilfreich ist.

Wenn wir uns Zeit nehmen für unsere Kinder, entsteht eine gewisse Atmosphäre der Ehrfurcht und Liebe, in der Erziehung erst richtig möglich wird.

 

B: Uns kommt hier eine junge Familie mit drei kleinen Kindern in den Sinn. Die junge Mutter lebt aus der Mitte ihres Herzens das Ideal Mutter. Die Freude bei den Kindern zu bleiben ist spürbar und überträgt sich ganz auf ihre Kinder. Diese sind ausgeglichen, und fallen durch ihr frohes und soziales Verhalten im Kindergarten bereits auf. Wir begegnen selten Kindern,  die so strahlen.

 

 

 

5.    Welche Werte bewegen uns?
P. Kentenich sagt: „Es gibt eine besondere Wertempfänglichkeit“ d.h., verschiedene Wahrheiten wirken auf verschiedene Menschen verschieden.
Wenn wir nun einige Tugenden beim Namen nennen, dann wird die eine Tugend Sie mehr ansprechen, als die andere: das ist z.B. die Tapferkeit, das ist der Mut, das ist die Treue, das ist die Klugheit, das ist die Gelassenheit, Freude, Gerechtigkeit und Hilfsbereitschaft.

Aber auch bei den Gaben des Hl. Geistes kann man beobachten, dass nicht jeder Mensch die gleichen Gaben bekommen hat. Aufgabe jedes Menschen ist es nun sein persönliches Ideal zu finden. Diese Wertefindung ist heute wichtiger denn je. Aber wie kann man das persönliche Ideal erspüren? Wir können die Gabe, die uns gegeben ist, daran erkennen, dass uns der Gedanke an diese Gabe Freude bereitet. D.h. wenn ich von einem Wert höre, den ich habe, dann freue ich mich. Z.B. kann das Wort Väterlichkeit oder  Mütterlichkeit Freude in mir erwecken. Wir machen uns Gedanken, welche Bibelstelle, welches Lied machen mir Freude? Und ich frage mich, welche Gabe des Hl. Geistes wünsche ich mir, welcher Wert macht mir Freude? Und wenn ich eine solche Sehnsucht in mir habe, dann darf ich annehmen, dass Gott mir diese Gabe schenken möchte. Diese ganze Welt der Dinge die uns wertvoll sind, meinen wir, wenn wir vom persönlichen Ideal sprechen.

Das P.I. drängt den Menschen von innen heraus.

Es ist mehr als eine Pflichterfüllung

Es ist eine Sehnsucht nach einer besseren Welt

Das P.I. drängt etwas aus ganzem Herzen zu tun und aus voller Freiheit.

Gott weiß alles so zu fügen, dass für jeden Menschen das ewige Endziel erreichbar ist auch auf krummen irdischen Wegen.

P.K.:

Bei der Wertefindung (PI) dürfen wir immer wieder auf den Hl. Geist vertrauen und um die rechte Einsicht beten.

Wie steht es heute in unserem Tagesprogramm? Sie haben Feuer gefangen. Welches Feuer brennt in uns? Wofür lassen wir uns entzünden?

 

6.    Woher haben wir unsere Werte?

Im Laufe des Lebens strömen auf uns die unterschiedlichsten Wertvorstellungen ein:

-         Anerzogen

-         Gesellschaftlich übernommen

-         Zeitgeistliche (Trends)

-         Religiöse

 

Damit ich sie nicht nur unreflektiert übernehme, sondern zu meinen eigenen mache, braucht es einen Filter,

Dieser Filter ist der Bewusstmachungsprozess.

Erst, wenn ich mir meiner Werte bewusst bin, kann ich sie standhaft vertreten, selbstsicher zu ihnen stehen und sie weiter vermitteln.

 

Für uns als Erzieher ist es daher wichtig, dass wir die Kinder anleiten ihre Eindrücke zu verarbeiten, und ihre Entscheidungen auf Grund von Erfahrungen und persönlichen Überzeugungen zu treffen. So lernen sie ihre eigene Meinung zu bilden. Der Jugendliche muss alle Rituale der Eltern und der Kindheit in Frage stellen um seine eigenen zu entdecken. Es ist die Aufgabe der Kinder die Werte nicht blind zu übernehmen sondern selbst zu erwerben.

 

B: Die Kinder einer befreundeten Familie gingen bis zum 14. Lebensjahr, also bis zur Firmung mit in die Kirche. Danach  ließen die Eltern ihnen die Wahl, zu Hause zu bleiben oder weiter mitzugehen.

In den meisten Fällen kamen sie nicht mit, nur mehr zu Weihnachten und zu Ostern waren sie dabei.

Eine ganz wichtige Entscheidungsphase hat hier begonnen. Die Jugendlichen müssen den Wert der Hl. Messe für sich selbst finden und neu definieren.

Nur, wenn sie aus eigener Überzeugung in die Kirche gehen, wenn sie erfahren haben, was dies für sie bedeutet, ist es ehrlich und kann ausstrahlen.

 

Bischof Stecher sagt:

Wir brauchen das Erlebnis „ Fels“ in unserem Leben. Wir brauchen den Felsen gültiger Wahrheit, der nicht zerbröselt und zerbricht, und wir brauchen den festen Griff der Überzeugung, mit dem wir uns an dieser Wahrheit festhalten.

Wer auf die richtigen Werte baut, ist wie ein Fels in der Brandung und die Stürme des Lebens können ihm nichts anhaben.

 

 

7.    Werte Weitergabe erfolgt in erster Linie durch Vorleben, aber auch durch Brauchtümer.

Wie können wir Werte vermitteln?

Als Eltern wollen wir unseren Kindern die Fülle unserer Lebenserfahrungen weitergeben und ihnen negative Erfahrungen ersparen.

Kinder wollen Werte nicht einfach übernehmen, sondern selbst erfahren.

Wir können den Jugendlichen nicht fertige Rezepte oder ungebetene Ratschläge geben, aber wir können ihnen unsere Werte vorleben und viel von unseren Erlebnissen erzählen.

Leben entzündet sich am Leben!

 

Wir können unseren Kindern nicht sagen, was sie denken und an was sie glauben sollen. Kinder lernen die Werte der Eltern kennen und schätzen, wenn sie sie zu Hause wirklich erleben. Indem sie beobachten und erfahren, was für ihre Eltern solche Werte bedeuten. Man kann Werte nicht intellektuell aufnehmen.

Junge Menschen können nicht ihr bestes geben, wenn sie diese persönliche Liebe und dieses Angenommensein nicht spüren. Der Teenager wird es nie riskieren von sich zu sprechen, wenn er spürt, dass seine Eltern nicht wirklich für ihn  da sind und ehrlich daran interessiert sind, ihm zuzuhören. Das bedeutet für uns Eltern jede Gelegenheit zu nützen und stundenlang zuzuhören.

Die Zeit, die wir unserem Nachwuchs widmen ist von allergrößtem Wert. Heute mehr denn je, in einer Welt, die immer hektischer wird und wo die nonverbale Kommunikation immer weiter im Vormarsch ist.  Wir gestalten Zukunft, indem wir mit unseren Kindern sprechen und uns viel Zeit für sie nehmen.

Genauso gehört das Grenzen setzen dazu, damit sich unsere Kinder im Leben zurechtfinden und nicht orientierungslos werden. Auch Grenzen geben Halt und Sicherheit.

 

Es kommt darauf an, dass die uns wichtigen Werte im eigenen Leben aufleuchten. Nicht nur durchschnittlich damit leben, sondern dafür brennen. Nur so können wir unsere Werte weitergeben ohne sie den anderen überzustülpen.

So können wir Wegweiser sein nach der Empfehlung von Saint Exupery, der sagt: „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“ Durch Begeisterung entzünden.

 

Wenn wir nicht belehrend wirken, sondern unsere Werte wahrhaft vorleben, dürfen wir hoffen, dass in unseren Kindern die Sehnsucht erwacht, diese Werte zu bejahen und selbst zu verwirklichen.

 

Wir übertragen ganz unbewusst viele Werte an die Nächsten, wenn wir uns die Zeit nehmen unsere Traditionen zu pflegen. Ganz besonders in der Familie, wo man viel Zeit mit den Kindern verbringt. P. Kentenich spricht ja davon, dass wir es wieder schaffen müssen tiefe Erlebnisse zu haben. Nicht nur wie der moderne Mensch, der nur ein Bündel von Gefühlen ist. Dort wo Gefühle vorhanden sind, sind sie oft nicht tief andauernd und warm.


In unserer schnelllebigen technokratischen Welt sollte die Bindung des Kindes durch tiefe, warme und lang andauernde Gefühle  
Ziel unserer Erziehung sein. Diese tiefen Gefühle bleiben in der Seele vorhanden und führen zu Gewohnheiten, die die Kinder fesseln. Es ist daher wichtig, dass unsere Kinder solche tiefen Erlebnisse, trotz unserer intensiven Medienwelt noch haben. Wie können wir das nur schaffen? Wir müssen uns Zeit  nehmen für das uns anvertraute Leben.

 

Kinder brauchen sinnenhafte Erlebnisse. Wenn wir z.B. gemeinsam auf einen Berg gehen, gemeinsam Musik machen, Kochen oder Basteln, schweißt uns das als Familie zusammen, und dieses Gefühl bleibt in der Seele vorhanden.

Durch diesen väterlichen und mütterlichen Dienst  prägen wir den Weg unseres Kindes und geben erste Anleitungen das eigene Ideal zu finden.  

8.    Gottes Idee von Ehe und Familie spricht von

 

Familie als Herzzelle, als Frischzelle der Gesellschaft. Wir, die wir uns im Ehesakrament Kraft holen und auch mit unserem Eheideal leben, möchten den anderen die Lebbarkeit dieses Beispiels näher bringen. Was zerbricht, was nicht gelingt, was noch nicht gelingt, wollen wir nicht aburteilen und verurteilen, sondern wir wollen helfen, das Zerbrochene zu heilen. Wir wollen auch helfen jungen Paaren wieder diesen Wert „ Ehe und Familie“ schmackhaft zu machen, indem wir es ihnen vorleben und damit zeigen wie es gelingen kann.

Wir leben ganz stark aus unserem Ehesakrament. Was bedeutet das für uns?

Es gibt uns füreinander, es gibt uns für unser Kinder und eine große Sache, und es gibt uns für Gott. (Graphik – Dreieck)

A: Es gibt uns füreinander, es ist kein Zufall, dass wir uns begegnet sind, sondern dahinter steht Gottes weiser Liebesplan.

Die Geschichte unserer Liebe hat deshalb schon lange, bevor wir uns kennengelernt haben, begonnen.

Es gibt mich für dich – es gibt dich für mich.

Wir erlauben uns keine negativen Gedanken übereinander, und wir sehen einander groß. Lt. P. Kentenich darf mein Partner ja 20 Ticks oder Fimmel haben. Wenn es weniger sind, ist es ein überaus günstiger Fall.

D.h. wir ärgern uns nicht über Kleinigkeiten, sondern freuen uns über die Originalitäten des Partners. Wenn  wir immer noch staunen können über den anderen, z.B. weil er etwas besonders gut gemacht hat, und wenn unsere Kinder das auch erleben, dann strahlt das aus. So gestalten wir Zukunft.

 

Die Familien eines Bundeskurses in Österreich haben sich zum Geist der Reinheit einen besonders schönen Vorsatz genommen:

„Ich möchte dir jeden Tag eine Freude bereiten“.

Sie können sich vorstellen, wie das Eheleben unter dieser Freudenatmosphäre bereichert wird und ausstrahlt.

Jeden Tag dem anderen eine kleine Freude bereiten!

Wir suchen das Positive in unserem Partner und mit der Zeit stellt sich eine gewisse Ehrfurcht vor dem Partner ein, vor diesem großen Geschenk, das der liebe Gott mir gemacht hat.

 

B: Es gibt uns für unsere Kinder und es gibt uns für eine große Sache

Schon bei der Hochzeit haben wir einander versprochen.

Die Kinder, die Gott uns schenkt, anzunehmen und unseren Einsatz für Kirche und Gesellschaft bestätigt. Wo ist unser Platz, wofür gibt es uns beide, und was wollen wir bewirken? P. Kentenich leitet uns an, dies gemeinsam zu finden und spricht vom Eheideal.

 

Wir streben nach Heiligkeit, indem wir als Ehepaar nach unserem Eheideal leben. Auf der Suche nach unserem Eheideal überlegen wir, ob es Wahrheiten und Werte gibt, die uns beiden wertvoll sind. Wir machen das Gleiche wie bei der Suche nach dem PI, nur wir machen es gemeinsam.
Wir fragen: Welche Worte der Hl. Schrift sind uns wertvoll, welche Bilder und Symbole sind uns wichtig? Bei welchen Bildern, Filmen, Büchern schwingt unsere Seele mit?

Welche Gaben des Hl. Geistes wünschen wir uns für uns beide? Wofür gibt es uns? Was möchten wir für andere sein? Wir sammeln Werte, die uns beiden kostbar sind. Wir können auch ein Gebet aufschreiben, in dem all das vorkommt, was wir ersehnen, und wir suchen ein Wort. Aber wir bleiben beweglich, denn unser Ideal wächst, weil wir wachsen.

 

Machen wir einen  kurzen Blick auf einige markante Wachstumsetappen unseres Lebens:

Da ist zunächst die Reifezeit oder Pubertät, wo sich der junge Mensch innerlich umstellt und neu und reif wird. Eine Zeit voller Tatendrang und Idealismus beginnt.

Anfang 30 ist dann wieder eine neue Epoche, man entdeckt das Interesse an den Werten des Herzens und des Gemüts. Man ist wieder gerne zu Hause, wird sesshaft.
Zwischen 
40 – 45 ist wieder eine Etappe, die Midlifecrisis, man überdenkt sein Leben, hält inne und Rückschau im Hinblick: War es das schon?
Anschließend kommt wieder eine sehr fruchtbare Zeit.

Zwischen  60 und 65 fragt man sich erneut, ist mein Leben zu Ende, oder was mache ich noch in den kommenden Jahren?

Wir machen uns immer wieder erneut auf die Suche nach unserem Eheideal, verändern den Blickwinkel und definieren es neu für die nächste Zeit.

 

B: Vor einigen Jahren hat sich ein befreundetes Ehepaar von uns auf die Suche nach ihrem Eheideal gemacht. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie, eine quirlige Person, die es liebt, Gäste einzuladen, fühlt sich am wohlsten, wenn viel los ist. Da sie im Gespräch für viele einfach da ist, hat sie den Begriff „Leuchtturm“ für sich definiert.

Er dagegen ist der Ruhige, Überlegte, dem kein Sturm so leicht etwas anhaben kann. Deshalb bezeichnet er sich als „Fels“.

Ihr gemeinsames Ideal kann man sehr leicht erraten: “ Fels, auf dem der Leuchtturm steht“

 

So machen wir uns auf die Suche, was ist unser eigener Plan, wo sind unsere Werte, welches Bild passt zu uns?

 

C: Es gibt uns für Gott. Im Ehesakrament ist Gott in unserer Mitte.
Durch die Liebe, die zwischen uns strömt, wird Gottes Liebe spürbar. Im Hinblick auf unser Eheideal fragen wir uns, was möchten wir für unseren Gott sein, was möchten wir für unsere Kirche sein?

Hier möchten wir kurz einen Wert in den Blick nehmen, der P. Kentenich ganz wichtig war. Wir brauchen wieder mehr religiöse Erlebnisfähigkeit.
Das bedeutet, dass wir uns Zeit nehmen im Alltag  
zu verweilen. Erlebnisse und Ereignisse nachkosten, damit wir wieder mehr Tiefe erlangen. So können wir wieder auftanken, wir werden gefestigter und leben aus unserer Mitte. Wir können dieses Verweilen und Nachkosten alleine tun oder als Ehepaar zu zweit. Hierbei haben wir in Österreich den Begriff der Ofenbank kreiert. Ofenbank steht für gemütlicher Ort. Wir beide setzen uns am Ende des Tages zusammen, um den Tag nachzukosten. Was haben wir erlebt? Was hat uns bewegt? Aber nicht nur diese Und wo ist uns der liebe Gott begegnet?

Wenn wir das gemeinsam tun, stärkt dies unsere Ehe, aber es stärkt auch unsere Persönlichkeit. Unsere Erlebnisse werden vertieft, und wir können mehr aus unserer Mitte leben. Und das hat Wirkung auf unser Umfeld – damit gestalten wir Zukunft.

 

Ein weiterer Wert, der uns ganz wichtig ist, ist die Treue.
Wie erleben unsere Kinder Treue bei uns, und wie können wir sie anleiten selbst Treue zu leben?
Hierbei haben wir eine ganz große Vorbildfunktion.

Natürlich können wir sie anleiten treu zu sein, indem wir ihnen bei der Pflege eines Haustiers oder beim Spielen eines Musikinstruments ein gewisses Durchhaltevermögen anlernen, aber am meisten zählt unser Vorleben.

Wir – als lebendiges Beispiel – zählen mit Sicherheit viel mehr als gut gemeinte Worte und Empfehlungen.

Kinder lernen und sehen bei uns, wie wir Treue leben. Wie wir auch in Schwierigkeiten treu zu einander halten.

Treue bedeutet auch:

Wir erlauben uns keine negativen Gedanken über unseren Partner, sondern versuchen einander groß zu sehen,

und wir beklagen uns nicht bei jemand anderem über unseren Ehepartner.

So kann es uns gelingen, diese negative Stimmung erst gar nicht aufkommen zu lassen.

 

 

Wir setzen diesen Wert „Treue in unserer Ehe“ nicht leichtfertig aufs Spiel.

 

B: Ein anderes Beispiel von Treue erzählt von einem Mann, Vater und Großvater, der 30 Jahre lang jeden Freitag Abend eine Wallfahrt ins Schönstattzentrum am Kahlenberg gemacht hat, um Rosenkranz zu beten. Egal zu welcher Jahreszeit und bei welchem Wetter, die Treue zum Gebet ebnete jedes Hindernis. Dieser Vater hatte für seine Familie eine große Bedeutung und Ausstrahlung, denn die Kinder und Enkel wussten, dieser Opa betet auch für meine Anliegen, das gibt Sicherheit.

So konnten sie Treue in einer ganz anderen Art erleben und schätzen lernen.

9.    Wertschätzung

Wir alle kennen die Atmosphäre in einem Schönstatt Heiligtum, wo wir  vor dem Bild der Gottesmutter  Heimat erleben, seelische Stärkung und Wandlung erfahren und wo wir uns gesendet fühlen für die Verwirklichung unserer Ideale. Dies geschieht  dadurch, dass wir uns verstanden fühlen und aufgenommen in das Herz der Gottesmutter und bei allen unseren Niederlagen des Lebens trotzdem ihre Wertschätzung erfahren.

 

Können wir als Ehepaar und Familie nicht auch für eine solche Atmosphäre leben, die unter unserem Dach spürbar wird. Wo Menschen gestärkt hinausgehen,  weil sie Wertschätzung erlebt haben.

In solch einer Atmosphäre wird Wachstum ermöglicht und gefördert.

Das ist zukunftsorientiert – jedes Familienmitglied und jeder aus unserem sozialen Umfeld wird sich seinen Fähigkeiten entsprechend weiterentwickeln.

Weiterentwickeln bedeutet Zukunft gestalten.

Wohlwollen, Wertschätzung und Vertrauen glaubwürdig rübergebracht sind eine wohltuende Medizin für jedermann, so bauen wir an den Fundamenten der Welt von morgen.

 

10.          Traditionen

Wie sie wissen kommen wir aus Wien, und wenn man sich so an Wien erinnert, dann kommen vielen Menschen gewisse Erinnerungen und Traditionen in den Sinn. Man mag darüber denken wie man will, ob Neujahrskonzert, Opernball oder Kaffeehaus – Traditionen werden weitergelebt. Die derzeitige Opernballintendantin hat gesagt: Tradition bedeutet, das Feuer und nicht die Asche weitertragen. Tradition ist keine alte Tante der Zeit, wenn sie getragen ist von Verbundenheit und Leidenschaft.

Traditionen und Werte bleiben jung, wenn man sie immer wieder neu interpretiert und von Zwängen befreit.

Sammeln wir doch Werte, die es wert sind, geschätzt zu werden.

Für viele von uns ist es zum Lebensmotto geworden, dieses Feuer weiterzutragen in das eigene Umfeld, in die Familie. Familiäre Rituale und Brauchtum hochzuhalten, kann eine erfrischende Strategie sein, traditionelle Ideale zu vermitteln.

 

B: Wir erleben sehr oft wie unsere Kinder Brauchtümer schätzen, selbst dann noch, wenn sie bereits junge Erwachsene sind. Es war einfach immer eine schöne Gewohnheit am Nachmittag einen Kaffee gemeinsam zu trinken.

Dies wurde zur guten Gelegenheit, mit allen, die im Hause anwesend waren kurz zusammenzutreffen. Die laute Kaffeemühle gab allen im Haus das Signal, dass man sich jetzt bei Tisch zusammenfinden konnte.

Oder das Weihnachtsfest, diese ganz besondere Art miteinander zu feiern.

Und genau dies macht die Tradition so sinnlich und so gegenwärtig. Sie hat keinen Preis – aber – wie für Generationen zuvor – eine große Zukunft.

Was wäre das für eine Welt ohne die Traditionen und Feste des Jahreslaufs. Aber auch Traditionen wie gewisse Umgangsformen, Grüßen, Schenken, Lebensfeste, Nachbarschaft, Freundschaft,      ……. Das sind alles Werte, die wir wieder schätzen sollten.

 

 

11.          Nachhaltigkeit

In der prozess- und projektorientierten Wirtschaft und Politik versucht man seit wenigen Jahren jede Entscheidung unter einen zusätzlichen Blickwinkel zu stellen. Es ist nicht nur das Ergebnis selbst und das rasche Erreichen gefragt, hinzu kam die Anforderung der Nachhaltigkeit.

Auch das zeigt uns, zumindest vordergründig, dass man werthaltige Entscheidungen treffen möchte, die auf Zukunft hin Bestand und erfolgreiche Wirkung haben.

B: Ein Beispiel dazu ist die Bauwirtschaft. Wenn man auf die historischen Bauwerke blickt, dann ist zu erkennen, dass man mit viel Aufwand etwas Schönes  und Werthaltiges für Jahrhunderte schaffen wollte. Dies ging zum Teil völlig verloren, und man baute oft unüberlegt und sehr zweckgebunden. Heute sind wieder viel mehr Grundsatzüberlegungen erforderlich, wie Umweltverträglichkeitsgutachten und Nachhaltigkeitsuntersuchungen.

 

Selbst in der noch nicht überwundenen Wirtschaftskrise wird versucht den Wert der Krise zu definieren: Barak Obama sagt z.B. This crisis is too good to be wasted. Oder Fredmund Malik der wohl bekannteste Wirtschaftsprophet aus St. Gallen meint, die Krise ist keine Krise sondern Teil der Geburtswehen der Entstehung einer neuen Welt.

Wenn man dies hört, meint man fast er hätte sich mit P. Kentenich abgestimmt. Ähnlich lautend auch der heutige Papst Benedikt XVI in seinem Buch „Werte in Zeiten des Umbruchs“.

Dies hat seit wenigen Jahren zur Folge, dass vor allem größere Unternehmen ihre wirtschaftsethischen Werte deutlich proklamieren.

So z,B, können Sie bei Coca Cola auf der Webpage lesen:

Passion for Excellence – Unsere Werte:

 

Mit Integrität handeln und jedes Versprechen einhalten.

Sich leidenschaftlich dafür einsetzen, in allen unseren Aktivitäten zu brillieren.

Im Wettbewerb als ein Team den Sieg anstreben.

Sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter ihr volles Potential entfalten können.

Jedem Menschen offen, ehrlich und respektvoll gegenübertreten.

Wir bauen auf Vertrauen, es ist unser wichtigstes Gut.

 

In dem Konzern, in dem ich arbeite, sind es auch die Werte: Integrität, Teamwork, Excellence und Rechenschaftspflicht. Besonders Rechenschaftspflicht erinnert uns auch wieder an die innere Sicherungsmaßnahme des Strebens in unseren Schönstatt Gemeinschaften.

 

 

Die Wertefindung ist heute wichtiger denn je.

Wir sind wertvoll, voll mit Werten, wenn wir uns in Gott wiederfinden.

P.K.:
Wir sind Ebenbilder Gottes und sollen dies in unserer menschlichen Art immer mehr werden.

Dieses Ebenbild Gottes bezeichnet P.K. als das P.I.

Das Wertvolle in uns, das es zu entdecken und zu erobern gilt.

 

 

Wir möchten es so sagen: We have a dream:

von einer Welt, in der Menschen Ideale gefunden haben, diese aus Überzeugung leben und damit auch ihre Werte leben.

Diese lebendigen Vorbilder haben Einfluss auf die Gestaltung der Zukunft, denn diese Menschen sind Felsen in der Brandung, die anderen Halt und Orientierung geben.

 

Wir bauen das Haus unserer Zukunft.

Wenn wir nun nach dem Kongress nach Hause kommen, bauen wir mit neuem Elan weiter an unserem Haus. Unser Eheideal prägt den Stil in diesem Haus. Gott ist mit uns und allen Menschen, die dazugehören.

Wir leben unsere Werte und prägen damit unseren way of live.

Wir leben nicht nur für uns, sondern wir haben eine Sendung für unser Umfeld, für Kirche und Gesellschaft. Damit gestalten wir das Heute und die Zukunft.