Treffen in Wien 29.-31.1.2010
Signal vom Kahlenberg:
Europäische Zusammenarbeit geht weiter.
Vom 29. bis 31.Januar 2010 trafen sich im Rahmen des MDILI-Projektes zum letzten Mal die Verantwortlichen aus den neun Institutionen aus 7 Ländern im Schönstatt-Tagungszentrum am Kahlenberg in Wien.
Es wurde ein sehr intensives Arbeitswochenende. Eine Gruppe reflektierte den tatsächlichen Projektverlauf über die vergangenen 20 Monate, eine Gruppe klärte die Fragen der Dokumentation des Projektes auf der eigens dafür geschaffenen Internetplattform www.midili.eu. Die Probleme mit dem Einstellen von Artikeln mit osteuropäischen Sonderzeichen waren kurz vorher gelöst worden. Nicht alle Länder haben die Terminvorgaben einhalten können und müssen jetzt ihre Hausaufgaben nachliefern. Das hat nichts mit Faulheit zu tun, denn es sind ja lauter Ehrenamtliche, die sich in diesem Projekt engagieren – und dafür wurde doch Beachtliches geleistet.
In den vergangenen Monaten waren richtige Freundschaften zwischen den Ehepaaren entstanden, und so konnten sich viele nicht damit abfinden, dass mit dem Ende des von der EU geförderten Projektes auch die europäische Zusammenarbeit ein Ende finden würde. Die Stimmen, die schon verhalten beim Treffen in Warschau laut geworden waren, wurden noch lauter. Das Ergebnis dieses Rumors ist zunächst die Planung und Durchführung eines europäischen Familienkongresses mit Teilnehmern über den Kreis der 7 Länder hinaus noch im Jahr 2010, sowie weitere bilaterale Begegnungen in den folgenden Jahren. Da die EU ja auch weiterhin Erwachsenenbildungsmaßnahmen finanziell fördert, werden die Verantwortlichen in den einzelnen Ländern so genannte thematische workshops planen und anbieten. Diese werden europaweit ausgeschrieben, und Interessenten, die auf der EU-homepage auf diese Angebote treffen, können sich anmelden. Damit kommen wir der Verwirklichung des Traumes ein Stück näher, der ganz am Anfang der Projektentwicklung gestanden hatte: Wie können wir das theoretische Wissen und praktische Können, das der Gründer Schönstatts, Pater Kentenich entwickelt hat, breitesten Kreisen zugänglich machen? Aus dem Traum wurde die Projektbeschreibung, die Sie oben (Menüleiste „Projekt“) ungekürzt lesen können. Hier noch einmal unser Kernanliegen:
In allen EU-Staaten stellt die Gruppe der alleinerziehenden Eltern eine Risikogruppe für chronische Kinderarmut dar.
Bisherige Programme setzen an der Fragestellung an, wie man allein erziehende Eltern und ihre Kinder unterstützen kann.
Unser Projekt setzt davor an, ist also präventiver Natur: Wie kann man verhindern, dass es zu allein erziehenden Eltern kommt? Wie kann man bestehende Ehen stabilisieren?
Der Reformpädagoge Josef Kentenich (*1885 +1968) hat aufgrund seiner eigenen Biographie (uneheliches Kind, kam mit 8 Jahren in ein Waisenhaus) die verhängnisvollen Folgen instabiler personaler Beziehungen erlebt und erlitten. Während seiner 3-jährigen Inhaftierung im KZ Dachau hat er mit dem ebenfalls inhaftierten Zentrumspolitiker Fritz Kühr den Grundstein gelegt für eine Familienbewegung, die sich in besonderer Weise der Stabilisierung der Ehe und Familie widmet.
Nur eine kleine Gruppe von Delegierten, die noch nie in Wien gewesen waren, wollten doch nicht nur die Strecke vom Flughafen zum Tagungszentrum im Wienerwald am Kahlenberg im Gedächtnis behalten, sondern einen kurzen Blick in die Altstadt werfen. Das wurde ihnen von den anderen auch neidlos gegönnt. Doch für das geschichtsträchtige Wien waren die drei Stunden wirklich nur ein Appetitanreger und ein Grund wiederzukommen.
Die schon vorhandene Internet-Plattform www.midili.eu soll weitergeführt und auch für den Europäischen Familienkongress genutzt werden.